Information zu den Feiertagen

Liebe Gemeindeglieder.

 

Auch in diesem Jahr wird es Weihnachten werden. Wir vom Kirchenvorstand und ich persönlich, wir möchten alles dafür tun, dass in Ihrem und Eurem Ort ein wenig Weihnachtsfreude spürbar wird. Am Heiligen Abend treffen wir uns um 16 Uhr in Seidelsdorf, um 16.30 Uhr in Wolfertsbronn, um 17 Uhr in Langensteinbach, um 17.30 Uhr in Segringen und um 18 Uhr in Unterwinstetten. Wir hören die Weihnachtsgeschichte aus Lukas 2. Wir beten. Und empfangen den weihnachtlichen Segen. Ein Musik Ensemble spielt die Lieder "Ihr Kinderlein kommet", "O du fröhliche" und "Stille Nacht". Kinder können gerne als Engel bzw. als Hirte kommen. Schön wäre es wenn die Engel Lukas 2,10f. und die Hirten Lukas 2,15b nach Luther 2017 auswendig lernen. Bringen Sie doch ein Licht, eine Laterne mit. Am 1. Weihnachtstag ist um 9 Uhr, am 2. Festtag um 10 Uhr Gottesdienst in der Kirche. Am 25.12. treffen wir uns um 20 Uhr bei St. Ulrich. Audios wird es auch geben. Hier unter Gottesdienste, wie seit März jeden Sonn- und Festtag. Wir wissen nicht, was noch kommt. Wir vertrauen der Liebe Gottes, die heilt an Leib und Seele.

 

Ihr/ Euer Pfarrer Markus Roth

Einladung zur Gelassenheit

Kirchlicher Schulr​eferent für angstfreien Umgang mit Kindern

 

 

Der evangelische Schulreferent des Dekanats Dinkelsbühl, Pfarrer Dr. Markus Roth, hat in einer Pressemeldung zum Schutz von Schulkindern aufgerufen. Pfarrer Roth ist im Dekanat Dinkelsbühl für den Religionsunterricht und deren Erteilung zuständig. Er wendet sich unter anderem an die in der Verantwortung stehenden Politiker in Stadt, Landkreis und Land.

 

 

Sollten Untersuchungen aus der Universität Halle-Wittenberg zutreffen, dass Kinder im geringerem Maße als Überträger der Covid-Viruserkrankung in Frage kommen als bei Influenza, müsse das Tragen eines Mund-Nasen-Schutz für Kinder in der Schule komplett hinterfragt werden. Für alle bestehenden und geplanten Maßnahmen müsse gut im Blick auf soziale und emotionale Folgen abgewogen werden.

 

 

Nach Besuchen in einigen Schulen im Dekanatsbezirk und dem Kontakt mit Lehrkräften, den Schulleitern und Schülern sei der Theologe erstaunt, wie Kinder zwar vieles geduldig ertragen. Er sei aber auch besorgt wie Kinder im Unterrichtsgeschehen durch das Tragen der Masken und der Regeln in ihrem Lernen und ihrer Entwicklung erheblich eingeschränkt würden. Psychologen warnten schon jetzt vor traumatisierenden Spätfolgen. Auch im Blick auf das Lernen seien Einschränkungen zu erwarten, die nicht mehr aufgeholt werden könnten. Eltern berichten von verstörten Kindern. Eine Schließung von Schulen hätte vor allem für sozial benachteiligte und lernschwächere Kinder immense Folgen.

 

 

"Am schlimmsten ist es, wenn Kinder ein schlechtes Gewissen bekommen, sie könnten Schuld an der Erkrankung und vielleicht sogar am Tod von Eltern und Großeltern sein", so der Pfarrer. Dass seit einigen Monaten faktisch das Singen ganz verboten sei, sei eine Verarmung der Bildung. Bildung sei immer auch Herzensbildung. Dazu brauche es angstfreien Unterricht auch in Musik, Kunst und Religion.

 

 

Freilich gelte es - auch in den Schulfamilien - Risikopersonen zu schützen. Verharmlosung sei sicher nicht geboten. Respekt vor dem Leben und dem Schutz stehe in einem christlichen Menschenbild oben an. Der Pfarrer dankte in diesem Zusammenhang allen, die momentan im Bereich Schule sich überaus große Mühe geben, dass der Unterrichtsbetrieb gewährleistet werden kann. Schulleitungen und Lehrkräfte seien im letzten halben Jahr mehr mit dem Erstellen von Hygiene Plänen und deren Einhaltung beschäftigt gewesen statt als mit der Gestaltung des Schullebens und der Ermöglichung von Lernen und Bildung. Viele erfüllten die Auflagen aus Angst vor Konsequenzen und zum Teil gegen ihre innere Überzeugung. Kinder würden zwischen der Lebenswelt der Schule mit strengen Regeln und dem Leben zuhause oft zerrissen. Miteinander lernen bedeute in Kontakt zu sein, sich zu sehen und gesehen zu werden. Lernen brauche Sprache und Sprechen müsse gesehen werden. 

 

 

Die Idee des konfessionsübergreifenden Religionsunterrichts sei nicht neu und auch sehr gut. Vieles an Lerninhalten gerade im Grundschulbereich sei deckungsgleich und könne gut gemeinsam unterrichtet werden. Ein überhasteter Wechsel mitten im Schuljahr auf den konfessionsübergreifenden Unterricht bringe aber nichts für die Gesundheit der Kinder, verunsichere diese nur und überfordere die Lehrkräfte.

 

 

Im Blick auf Schule, Bildung, Unterricht wie überhaupt für das gesellschaftliche Leben fordert der Theologe ein Gespräch von Politik und Medizin mit Theologen, Philosophen, Soziologen und Psychologen für einen ethisch vertretbaren Weg in der gegenwärtigen Zeit. In eine solche Diskussion müssten auch andersdenkende Wissenschaftler eingebunden werden. Momentan fände kaum eine wirkliche Debatte statt. Andere Meinungen würden diffamiert oder in die rechte Ecke gestellt. Der alleinige Blick auf Statistiken und Zahlen und den Rat einzelner Virologen sei eine eindeutige Engführung.

 

 

Sätze wie "Treffen sie niemanden" oder "Jeder Kontakt, den Sie nicht haben, ist ein guter Kontakt" seien für eine ganzheitliche Wahrnehmung von Körper und Seele eher eine Katastrophe, denn eine Hilfe. Kinder, Jugendliche und Erwachsene bräuchten Nähe und Zuwendung, gerade jetzt. Achtsames Begegnen sei besser als Dauer-Abstand, Gelassenheit gesünder als Angst. Die Gefahr für depressive Menschen, für Suchtkranke sei immens.

 

 

Gerade einen Tag vor dem Todes- und Ewigkeitssonntag gelte es an die gesellschaftliche Verdrängung von Leid, Tod und Sterben zu erinnern, so der Schulreferent. Mit dem Tod und der Warnung bezüglich einer Überlastung des Gesundheitssystems könne in der Gegenwart große Angst erzeugt werden. In den Medien müsse endlich zwischen wirklich tatsächlich Erkrankten und positiv Getesteten unterschieden werden.

 

 

Von den Verantwortung tragenden Politikern wie den maßgeblichen Medien erwarte er mehr mutmachende Botschaften statt Angstverstärkendes. Das Immunsystem sei eben auch ein Zusammenspiel von Leib und Seele. Und die Seele brauche Trost, Mut und Zuversicht. Der Advent und die Weihnachtszeit müssten in Kirche, Unterricht und Familie begangen werden können - angstfrei, fröhlich, mit innerer und äußerer Nähe.

 

Kirchweih: Wir feiern ein Fest, doch die Festgemeinde darf nicht kommen

Gastbeitrag im Sonntagsblatt
Von Markus Roth

In Segringen im Dekanat Dinkelsbühl wird am Sonntag Kirchweih gefeiert, doch in diesem Jahr läuft alles anders. Wie ein Fest ohne Festgemeinde aussehen kann - und wie sich das Alltagsleben in der Gemeinde verändert hat, darüber schreibt Pfarrer Markus Roth in seinem Gastbeitrag. > mehr

(Quelle Sonntagsblatt)